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Was bedeutet Freundschaft?

Zwei Hunde, zwei Geschichten und eine Freundschaft fürs Leben

Eine tierisch gute Freundschaft

Was bedeutet Freundschaft? Diese Frage lässt sich auf viele Arten beantworten. In unserem Interview mit Romina von PETA wird schnell klar: Freundschaft kennt keine Grenzen, keine Sprache, kein Aussehen – sie passiert einfach. Besonders dann, wenn ein Hund aus dem Tierschutz ins Leben tritt.

Romina teilt in diesem Beitrag ihre ganz persönliche Geschichte über die Bedeutung ihrer ganz besonderen Freundschaft. Ihre Erfahrungen mit Tierschutzhunden zeigen, wie tief und bereichernd die Beziehung zu einem Tier sein kann, das bereits einiges erlebt hat. Zwischen Mensch und Tier entsteht dabei oft eine besondere Nähe, die trägt und prägt – eine Form der Freundschaft, die ehrlich, unvoreingenommen und bewegend ist. Für Romina ist Tierliebe nicht nur ein Gefühl, sondern eine Haltung. Ihre Erfahrungen mit Tieren aus dem Tierschutz haben ihr Leben verändert – und machen deutlich, dass jede Adoption nicht nur ein Zuhause schenkt, sondern auch eine neue Geschichte der Verbundenheit beginnen lässt.

Romina, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst. Stellst Du Dich kurz vor?

Klar, gerne! Ich bin Romina, arbeite seit etwa sieben Jahren bei PETA und bin dort in der Buchhaltung tätig. Ich habe zwei Hunde, Buddy und Ardito, die mich in meinem Alltag begleiten und mit denen mich eine ganz besondere Freundschaft verbindet.

Erzähl uns doch gerne mehr zur Vorgeschichte Deiner tierischen Freunde.

Buddy und Ardito kommen beide aus dem Tierschutz. Buddy wurde als Welpe in Spanien in einer Mülltonne gefunden, daher nenne ich ihn auch manchmal liebevoll kleiner "Mülltonnenhund". Ardito war ein Jagdhund, der wegen eines Tumors am Bein „aussortiert“ wurde. Ein Hund mit nur drei Beinen war dem Jäger nicht mehr nützlich, daher hat er Ardito abgegeben. Dass Tiere so behandelt werden, hat meinen Blick auf das Tierwohl stark geprägt.

Romina und ihr Hund aus dem Tierschutz.

Was hat Dich dazu bewegt, die beiden zu adoptieren?

Ich habe meinen damaligen Job gekündigt, um bewusst Zeit für einen Hund aus dem Tierschutz zu haben. Dann kam Buddy zu mir – es war sofort Freundschaft auf den ersten Blick. Er war total süß, zerknittert, irgendwie unperfekt – aber perfekt für mich.

Ardito kam später dazu. Er war in derselben Hundebetreuung wie Buddy. Uns ist sofort aufgefallen, dass er nicht bellen kann, sondern eher so „wuuhhh“ jault. Eigentlich wollten mein Freund und ich keinen zweiten Hund haben. Als wir aber erfahren haben, dass Ardito kein Zuhause hat und seit mehr als 1,5 Jahren nicht vermittelt werden konnte, wollten wir bei seiner Vermittlung helfen und letzten Endes haben wir ihn einfach bei uns aufgenommen.

Wann hast Du gemerkt, dass zwischen Euch echte Freundschaft entsteht?

Bei Buddy war es sofort da – diese Freundschaft, dieses Vertrauen. Bei Ardito hat es gedauert. Er war so ängstlich. Ich habe zwei Wochen lang vor seinem Zwinger gesessen, bis er Leckerlis von mir genommen hat. Aber heute laufen beide wie kleine Schatten hinter mir her – selbst im Büro. Das ist für mich echte Tierliebe und tiefe Freundschaft.

Kannst Du Eure Freundschaft beschreiben?

Das ist gar nicht so leicht in Worte zu fassen. Buddy ist mein kleiner bester Freund, immer gut gelaunt. Ardito ist eher der eigenwillige Opa. Unsere Freundschaftsgeschichte ist so besonders, gerade weil die beiden so verschieden sind.

Freundschaft zwischen Mensch und Tier.

Was glaubst Du denn – was denken Deine Hunde über Dich?

Gute Frage! Ich glaube, sie denken wahrscheinlich, dass ich ihnen zu wenig Futter gebe. (lacht) Für Buddy bin ich aber definitiv die große Liebe – er würde wirklich alles für mich tun. Bei Ardito bin ich mir manchmal nicht ganz so sicher, was er denkt – er ist halt ein bisschen der eigenwillige Opi in unserer Freundschaft, aber trotzdem sind wir inzwischen ein eingespieltes Team.

Was bedeutet Dir die Beziehung zu Buddy und Ardito?

Sehr viel. Sie sind nicht einfach nur Hunde – sie sind meine besten Freunde. Buddy ist mein kleiner bester Freund, immer fröhlich, neugierig und unglaublich loyal. Und Ardito – mein Opi – ist durch seine Art ein ganz besonderer Teil meines Lebens. Unsere Freundschaft ist gewachsen, Tag für Tag. Die beiden zeigen mir, wie sehr die Liebe zu Tieren das Leben bereichern kann.

Was würdest Du Menschen raten, die ein Tier adoptieren wollen?

Ganz klar: Nehmt euch Zeit. Lernt das Tier wirklich kennen – am besten über eine Pflegestelle oder im Tierheim. Und bitte verzichtet auf Züchter. Es gibt so viele Tiere, die dringend eine zweite Chance brauchen. Man muss sich bewusst sein: Ein Tier ist ein jahrelanger Begleiter. Es braucht Zeit, Geld, Geduld – und ganz viel Liebe.

Aber wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wird reich belohnt: mit Treue, Lachen, Kuscheleinheiten – und den schönsten Freundschaftsgeschichten des Lebens. Wer sich informieren möchte, findet viele gute Tipps bei PETA – eine tolle Anlaufstelle für alle, denen Tierwohl und Tierliebe am Herzen liegen.

Mehr über Adoption erfahren

Diese berührenden Freundschaftsgeschichten wollen wir erzählen.

Haben Deine Hunde denn Deine Sichtweise auf Tierschutz oder Tieradoption verändert?

Absolut. Ich würde heute keinen Welpen mehr adoptieren – diese Babyzähne bei Buddy waren wirklich fies. (lacht) Aber im Ernst: Ältere Hunde sind oft unterschätzt. Man kann ihren Charakter viel besser einschätzen, sie sind ruhiger und haben trotzdem so viel zu geben. Ardito zum Beispiel hat nur drei Beine – viele Menschen schreckt das ab. Aber genau solche Tiere brauchen Freundschaft, Liebe und ein Zuhause. Seine anfängliche Angst hat mir gezeigt, wie wichtig Geduld, Respekt und Vertrauen in einer Freundschaft sind.

Für mich sind das die schönsten Freundschaftsgeschichten: Wenn aus einem verletzten, vergessenen Tier ein echter Freund wird. Wenn man sieht, wie Vertrauen wächst und eine tiefe, artübergreifende Freundschaft entsteht.

Freundschaft kennt keine Grenzen: Zwei Tierschutzhunde, zwei Geschichten, ein Zuhause

Rominas Geschichte zeigt eindrucksvoll, was wahre Freundschaft bedeutet – nämlich Vertrauen, Geduld und eine Liebe, die sich oft jenseits von Worten entfaltet. Ihre Erfahrungen mit den Tierschutzhunden Buddy und Ardito sind nicht nur berührend, sondern auch ein starkes Plädoyer dafür, Tieren mit schwieriger Vergangenheit eine zweite Chance zu geben.

Ob ein Hund aus dem Tierschutz alt, ängstlich oder körperlich eingeschränkt ist – genau diese Tiere haben oft das größte Herz. Rominas Erfahrung mit Tieren aus dem Tierschutz macht deutlich: Wer bereit ist, sich auf die Besonderheiten und Bedürfnisse dieser Tiere einzulassen, wird mit einer einzigartigen Verbindung belohnt.

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